Direktionsrecht des Arbeitgebers bei der Dienstplanung

Wie sind Arbeitnehmer in ihrer Lebensgestaltung und bei der Umsetzung von privaten Wünschen und Interessen vor den Zumutungen durch kurzfristige auftretende betriebliche Arbeitsanforderungen geschützt?

 

Wo endet das Direktionsrecht des Arbeitgebers bei der Einteilung der Arbeitszeit?

 

Mit dem Abschluss eines Arbeitsvertrages steht dem Arbeitgeber ein Direktionsrecht zur Verfügung, das arbeitsrechtlich nur unpräzise beschrieben ist. Es äußert sich in einer zunehmend flexibler werdenden Arbeitswelt häufig in Form von Ein- und Übergriffen in die Lebenswelt der Beschäftigten. Dies ist der Ansatzpunkt für den vorliegenden Text: Wir blicken auf die Möglichkeiten des Rückzugs, die sich für abhängig Beschäftigte bieten, die ihr Privatleben und ihre Gesundheit verteidigen möchten.

 

Über bestehende gesetzliche und tarifliche Regelungen hinaus hat ein Betriebsrat recht weit reichende Instrumente zur Verfügung, um ein akzeptables Umfeld für die sozialen und privaten Belange der Beschäftigten zu sichern. Das setzt allerdings gute Fach- und Rechtskenntnisse, stabile Nerven und auch einen guten Rückhalt seitens der Beschäftigten voraus. Kundenorientierung, Anpassungsfähigkeit und Flexibilität sind heute unvermeidbar, aber sie sind kein ehernes, nicht zu hinterfragendes Gesetz. Die Bedingungen des Lebens und Arbeitens sollen und können im bestehenden rechtlichen Rahmen durch die Beteiligten im Betrieb sozialverträglich gestaltet werden.

 

Lesen Sie zu diesem Thema den Beitrag vom TEMPI-Geschäftsführer Norbert Engelhardt:

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Das Direktionsrecht des Arbeitgebers bei der Arbeitszeiteinteilung
... in der individualrechtlichen und kollektivrechtlichen Perspektive
© TEMPI GmbH, Norbert Engelhardt, Juni 2018
2018_06_TEMPI_Direktionsrecht.pdf
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